# Ausstellungen

100 Jahre Pharmaziemuseum Universität Basel

Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Totengässlein 3, 4051 Basel
Eintritt: 8.– / 5.– (ermässigt)
Vor über 100 Jahren wurde das Pharmazeutische Institut der Universität Basel offiziell gegründet. Kurz danach legte der Apotheker und Dozent für praktische Pharmazie, Prof. Dr. Josef Anton Häfliger, eine wissenschaftliche Sammlung von Objekten zur Pharmaziegeschichte an. Diese Sammlung legte den Grundstock für das Pharmaziemuseum der Universität Basel, welches dieses Jahr sein Jubiläum feiert. Die aktuelle Sonderausstellung thematisiert die Geschichte des Museums und seiner Sammlung innerhalb der bestehenden Dauerausstellung

Dass die «Schweizerische Sammlung für Historisches Apothekenwesen» damals beinahe gleichzeitig mit dem Pharmazeutischen Institut gegründet wurde, hat mit Entwicklungen in der Pharmazie zu tun. Statt handwerklichem Beruf war die Pharmazie Mitte des 19. Jahrhunderts vermehrt zu einer wissenschaftlichen Disziplin geworden. Die Produktion der Arzneimittel verschob sich von der Offizin in die Fabriken. Häfliger wollte dasjenige dokumentieren, was seiner Meinung nach im Begriff war, zu verschwinden. Anhand der Objekte wollte er in «seinem» Pharmaziemuseum sowohl die Geschichte eines uralten Handwerks zeigen wie auch die Wissenschaft Pharmazie erklären. Dabei erhielt er grosse Unterstützung von der Basler Apothekerschaft. Die Sonderausstellung thematisiert die Motive und Personen aus der Gründungszeit anhand ausgewählter Objekte, die dem Museum in dieser Phase geschenkt wurden.

Abgesehen von der Gründung des Museums werden in der Sonderausstellung weitere Personen und Objektgruppen aufgegriffen. Beispielsweise stammt ein Grossteil der Dauerausstellung von dem Basler Apotheker Theodor Engelmann, dessen Person durch die Ausstellung näher beleuchtet wird. Eine nennenswerte Objektgruppe ist die von Alice Keller, Asien-Vertreterin der Firma Roche, zusammengetragene «Asiatische Sammlung». Eine Vertiefungsstation untersucht die genauen Umstände, unter denen diese Objekte ins Museum gekommen sind. Auch können Besucher:innen nun zum ersten Mal erfahren, wie eines der Wahrzeichen des Pharmaziemuseums, das Mobiliar der Innsbrucker Hofapotheke von 1740, seinen Weg in das Museum fand.

Die Sonderausstellung fragt, wie die Sammlung des Pharmaziemuseums zustande gekommen ist. Sie untersucht also auch das Zusammenspiel von akademischer Schausammlung, Wissenschaftsgeschichte und dem Interesse eines Berufsstandes daran, die eigene Identität zu wahren.

Öffnungszeiten

Di-So: 10-17

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Kontakt

Pharmaziemuseum der Universität Basel

Totengässlein 3

4051 Basel