# Dies & Das

Verwandlung KOPIE

22.03.2026 17:00 - 18:00
Kirche Gampel, Kirchstrasse 4, 3945 Gampel
von Anbruch und Abschied
In diesem Programm begegnen wir der Verwandlung als einem tief

menschlichen Thema: dem Kreislauf von Leben und Tod, von Erwachen

und Vergehen, Licht und Dunkel. Musik wird hier zum Ausdruck einer

Reise, die uns durch alle Phasen der Existenz führt – vom ersten

Atemzug bis in die Stille danach.

Pärt Uusbergs Ohtu Ilu („Schönheit des Abends“) eröffnet den Abend

mit einer stillen Betrachtung des Tagesendes – ein Bild für den

Abschied, aber auch für die Friedlichkeit, die dem Ende innewohnen

kann. Es folgt Ola Gjeilos Northern Lights, in dem das geheimnisvolle

Leuchten des Nordhimmels zum Symbol für das Unfassbare wird – das,

was jenseits unserer Vorstellung liegt.

Kaipaava, ein finnisches Volkslied in der Bearbeitung von Jussi

Chydenius, bringt die tiefe Sehnsucht zum Ausdruck, die uns oft an

den Schwellen des Lebens begleitet. Rob Dietz’ Softest Rains

hingegen feiert die zarte Lebendigkeit des Frühlings – ein Symbol

für Neubeginn und frische Hoffnung.

Ē riks Ešenvalds’ Only in Sleep lässt Kindheitsfreunde in Träumen

erscheinen – als könnten sie im Schlaf noch einmal zu uns

zurückkehren. Es ist eine liebevolle Erinnerung an das, was war,

aber nicht verloren ist.

Shawn Kirchners I Will Arise and Go greift William Butler Yeats’

Vision eines Rückzugs in die Natur auf – ein Ort jenseits der Zeit,

friedlich, schlicht, und voller Würde. Anna-Mari Kähäräs Kuka nukkuu

tuutussasi? ist ein ungewöhnliches Wiegenlied, das sowohl Geburt als

auch Abschied zu umfassen scheint – ein stiller Übergang.

Rob Dietz’ Echo spielt mit dem Klang des Verschwindens – als wolle

etwas bleiben, das schon im Verschwinden begriffen ist. In The Veil

und Sleep von Eric Whitacre schließlich findet sich eine tiefe

Auseinandersetzung mit Verlust, Trost und der Frage, was nach dem

Ende kommt. Musik als Schleier zwischen den Welten.

Am Ende steht Mia Makaroffs Butterfly: Die Metamorphose des

Schmetterlings als Zeichen für Transformation – zart, flüchtig, aber

voller Hoffnung. Vielleicht ist der Tod nicht das Ende, sondern nur

ein neuer Anfang in anderer Gestalt

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