# Bühne # Kunst / Gestalten

Michael Kleeberg・Glücksritter

Literaturhaus Thurgau, Dorfplatz 1, 8274 Gottlieben
Wenn nicht anders vermerkt CHF 10.–,
Studierende ermässigt CHF 5.-
Mitglieder der ‹Freunde des Bodmanhauses› ermässigter Eintritt CHF 8.–
Michael Kleeberg: „Glücksritter“
Die Herkunft kann man verlassen – aber kann man der eigenen Zeit entkommen? Der Erzähler und seine Familie sind verre
Die Herkunft kann man verlassen – aber kann man der eigenen Zeit entkommen?

Der Erzähler und seine Familie sind verreist – und der achtzigjährige Vater hütet das Haus. Nach der Rückkehr finden die Heimkehrer einen beunruhigenden Mailwechsel des Vaters, in dem es um ein Millionenvermögen geht, das nach Deutschland transferiert werden soll. Eine kurze Recherche macht klar: er ist einem Trickbetrüger aufgesessen, der ihn um seine letzten Groschen brachte.

Nach dem Tod des Vaters wird das Ereignis zum Ausgangspunkt für Kleebergs Nachdenken und schließlich eine regelrechten Recherche über ihn. Einen, der in fast asozialen Verhältnissen in den Gassen Frankfurts aufwächst, sich als Vierzehnjähriger alleine durch das zerstörte Land schlagen muss; der sich nach dem Krieg ohne höheren Schulabschluss hocharbeitet, ein Einzelkämpfer, der sich jeder sozialen Zugehörigkeit verweigert.

Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, lebt als Schriftsteller und Übersetzer (u.a. Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene, Paul Bowles) in Berlin. Sein Werk (u.a. „Ein Garten im Norden“, „Karlmann“, „Vaterjahre“, “Der Idiot des 21. Jahrhunderts“) wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Zuletzt erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis (2015) und den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2016). 2020 erschien sein Buch „Glücksritter. Recherche über meinen Vater“.

Moderation Gallus Frei-Tomic

Quelle:
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