# Dies & Das
Eröffnungskonzert der Saison zum Frühlingsanfang | Konzert «Klangbrücken – Echo und Aufbruch»
Santuario della Madonna del Sasso, Via Santuario 2, 6644 Orselina
Konzert zur Eröffnung der Saison anlässlich des Frühlingsbeginns, im Anschluss Apéro um 20:00 Uhr auf dem Kirchenvorplatz.
Freier Eintritt! Für alle! Musik, die zum Herzen spricht.
Konzert «Klangbrücken – Echo und neuer Anfang»
Quintett für Klarinette in h-Moll op. 115 – Johannes BrahmsDas Klarinettenquintett in h-Moll op. 115 gehört zu den Meisterwerken des Spätwerks von Johannes Brahms und gilt als eines der zentralen Werke der romantischen Kammermusik. Komponiert im Jahr 1891 in Bad Ischl, markiert es einen besonderen Moment in Brahms’ schöpferischer Tätigkeit: Der Komponist hatte sich bereits weitgehend vom Komponieren zurückgezogen, als ihn der Klarinettist Richard Mühlfeld zu einer letzten intensiven Schaffensphase inspirierte. In dieser Zeit entstanden neben dem Quintett auch das Klarinettentrio op. 114 sowie die beiden Klarinettensonaten op. 120.
Brahms behandelt die Klarinette nicht als virtuoses Soloinstrument, sondern als gleichberechtigte Stimme innerhalb eines Streichensembles. Die enge klangliche Verschmelzung mit Viola und Violoncello, die warme Mittellage und die zurückhaltende Expressivität prägen den Charakter des Werkes. Die vier Sätze entwickeln eine große innere Geschlossenheit:Der erste Satz (Allegro) ist durch intensive motivische Arbeit und einen dunklen, beinahe herbstlichen Grundton geprägt. Das Adagio zählt zu den innigsten langsamen Sätzen von Brahms, mit einer Klarinettenlinie, die beinahe vokal gedacht ist, von großer Ruhe und Tiefe. Im dritten Satz wechseln tänzerische Leichtigkeit und feine Ironie mit plötzlichen Stimmungswechseln. Der Schlusssatz in Variationsform greift thematisch den Beginn des Werkes auf und verleiht dem Ganzen einen bewusst gestalteten Abschiedscharakter.
Stilistisch steht das Quintett für die späte Verdichtung von Brahms’ Kunst: wenige äußere Effekte, dafür hohe innere Spannung, subtile Rhythmik und eine Klangsprache, die oft als melancholisch, versöhnt und von stiller Wärme durchzogen beschrieben wird. Aufgrund seiner Bedeutung wird es häufig mit Mozarts Klarinettenquintett KV 581 verglichen, wenn auch mit deutlich dunklerer und introspektiverer Ausdrucksweise. Bis heute gilt das Werk als Höhepunkt der Klarinetten-Kammermusik und als Prüfstein höchster Klangkultur: Entscheidend sind Ausgewogenheit, innere Ruhe und das gemeinsame „Atmen“ der Stimmen, während Virtuosität zugunsten von Tiefe, Transparenz und musikalischem Dialog zurücktritt.
Im Gegenüber zur Uraufführung des Quintetts von Matthias Mueller da Minusio entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Spätromantik und Gegenwart – ganz im Sinne des Konzerttitels:
«Klangbrücken – Echo & neuer Anfang».
Uraufführung | Matthias Mueller da Minusio | «Leidenschaft für JB»Quintett für Klarinette und Streicher (2023) Am Ende seines Lebens schuf Johannes Brahms mit dem Klarinettenquintett op. 115 ein Werk vollendeter Reife. Für Komponisten bleibt es ein fortwährender Ansporn, von den Meistern zu lernen und durch ihr Beispiel zu wachsen.
Das Quintett Leidenschaft für JB von Matthias Mueller da Minusio versteht sich nicht als Kopie, sondern als bewusste Annäherung an das berühmte und geliebte Quintett von Brahms. Dieser komponierte sein Werk, nachdem er Mozarts Klarinettenquintett von Freunden wie Joseph Joachim (Violine) und Richard Mühlfeld (Klarinette) gehört hatte. Dieses Hörerlebnis wurde zum Ausgangspunkt seiner letzten Werke für Klarinette.
Mueller da Minusio greift diesen historischen Impuls auf und übersetzt ihn in eine zeitgenössische Klangsprache. Leidenschaft für JB ist zugleich Erinnerung, Reverenz und Weiterführung des musikalischen Denkens – ein Echo aus der Vergangenheit, das sich in der Gegenwart neu formt.
Ensemble: Annika Starc – Violine I | Caterina Bartoletti – Violine II | Ione Diamantini – Viola | Matthias Mueller da Minusio – Klarinette | Orfeo Mandozzi – Violoncello
Musik, die verbindet – ein Ort der Stille, der inspiriert.
In Zusammenarbeit mit den Kapuzinerpatres der Madonna del Sasso und der Gemeinde Orselina.
Freier Eintritt! Für alle! Musik, die zum Herzen spricht.
Konzert «Klangbrücken – Echo und neuer Anfang»
Quintett für Klarinette in h-Moll op. 115 – Johannes BrahmsDas Klarinettenquintett in h-Moll op. 115 gehört zu den Meisterwerken des Spätwerks von Johannes Brahms und gilt als eines der zentralen Werke der romantischen Kammermusik. Komponiert im Jahr 1891 in Bad Ischl, markiert es einen besonderen Moment in Brahms’ schöpferischer Tätigkeit: Der Komponist hatte sich bereits weitgehend vom Komponieren zurückgezogen, als ihn der Klarinettist Richard Mühlfeld zu einer letzten intensiven Schaffensphase inspirierte. In dieser Zeit entstanden neben dem Quintett auch das Klarinettentrio op. 114 sowie die beiden Klarinettensonaten op. 120.
Brahms behandelt die Klarinette nicht als virtuoses Soloinstrument, sondern als gleichberechtigte Stimme innerhalb eines Streichensembles. Die enge klangliche Verschmelzung mit Viola und Violoncello, die warme Mittellage und die zurückhaltende Expressivität prägen den Charakter des Werkes. Die vier Sätze entwickeln eine große innere Geschlossenheit:Der erste Satz (Allegro) ist durch intensive motivische Arbeit und einen dunklen, beinahe herbstlichen Grundton geprägt. Das Adagio zählt zu den innigsten langsamen Sätzen von Brahms, mit einer Klarinettenlinie, die beinahe vokal gedacht ist, von großer Ruhe und Tiefe. Im dritten Satz wechseln tänzerische Leichtigkeit und feine Ironie mit plötzlichen Stimmungswechseln. Der Schlusssatz in Variationsform greift thematisch den Beginn des Werkes auf und verleiht dem Ganzen einen bewusst gestalteten Abschiedscharakter.
Stilistisch steht das Quintett für die späte Verdichtung von Brahms’ Kunst: wenige äußere Effekte, dafür hohe innere Spannung, subtile Rhythmik und eine Klangsprache, die oft als melancholisch, versöhnt und von stiller Wärme durchzogen beschrieben wird. Aufgrund seiner Bedeutung wird es häufig mit Mozarts Klarinettenquintett KV 581 verglichen, wenn auch mit deutlich dunklerer und introspektiverer Ausdrucksweise. Bis heute gilt das Werk als Höhepunkt der Klarinetten-Kammermusik und als Prüfstein höchster Klangkultur: Entscheidend sind Ausgewogenheit, innere Ruhe und das gemeinsame „Atmen“ der Stimmen, während Virtuosität zugunsten von Tiefe, Transparenz und musikalischem Dialog zurücktritt.
Im Gegenüber zur Uraufführung des Quintetts von Matthias Mueller da Minusio entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Spätromantik und Gegenwart – ganz im Sinne des Konzerttitels:
«Klangbrücken – Echo & neuer Anfang».
Uraufführung | Matthias Mueller da Minusio | «Leidenschaft für JB»Quintett für Klarinette und Streicher (2023) Am Ende seines Lebens schuf Johannes Brahms mit dem Klarinettenquintett op. 115 ein Werk vollendeter Reife. Für Komponisten bleibt es ein fortwährender Ansporn, von den Meistern zu lernen und durch ihr Beispiel zu wachsen.
Das Quintett Leidenschaft für JB von Matthias Mueller da Minusio versteht sich nicht als Kopie, sondern als bewusste Annäherung an das berühmte und geliebte Quintett von Brahms. Dieser komponierte sein Werk, nachdem er Mozarts Klarinettenquintett von Freunden wie Joseph Joachim (Violine) und Richard Mühlfeld (Klarinette) gehört hatte. Dieses Hörerlebnis wurde zum Ausgangspunkt seiner letzten Werke für Klarinette.
Mueller da Minusio greift diesen historischen Impuls auf und übersetzt ihn in eine zeitgenössische Klangsprache. Leidenschaft für JB ist zugleich Erinnerung, Reverenz und Weiterführung des musikalischen Denkens – ein Echo aus der Vergangenheit, das sich in der Gegenwart neu formt.
Ensemble: Annika Starc – Violine I | Caterina Bartoletti – Violine II | Ione Diamantini – Viola | Matthias Mueller da Minusio – Klarinette | Orfeo Mandozzi – Violoncello
Musik, die verbindet – ein Ort der Stille, der inspiriert.
In Zusammenarbeit mit den Kapuzinerpatres der Madonna del Sasso und der Gemeinde Orselina.