11.06.2026 21:15
Hotel Waldhaus Spa, Via Da Fex 3, 7514 Sils / Segl Maria
... im Spiegel seines Zeitgenossen Hermann Hesse – ein Bericht zwischen Dichtung und Wahrheit von Armin Brunner
Mit: Noëlle Grüebler (Violine), Andrea Wiesli (Klavier), Graziella Rossi u. Helmut Vogel
Mit: Noëlle Grüebler (Violine), Andrea Wiesli (Klavier), Graziella Rossi u. Helmut Vogel
«Gestern Abend war ich in einem Konzert, das sich von den Konzerten, welche ich sonst zu hören gewohnt bin, wesentlich unterschied. Es war das Konzert eines weltberühmten, mondä- nen Geigenvirtuosen, also eine nicht nur musikalische, sondern auch eine sportliche und vor allem eine gesellschaftliche Angelegenheit...» So beginnt die 1928 entstandene Betrachtung «Virtuosen-Konzert», in der Hermann Hesse ein Konzert des Geigers Fritz Kreisler einer kritisch-ironischen Analyse unterzieht, ohne jedoch den Namen des Virtuosen zu erwähnen.
Zahllose Musikliebhaber auf der ganzen Welt haben stets in überschwänglichen Tönen der Bewunderung von Fritz Kreisler gesprochen. «König der Geiger» nannten sie ihn. Andere aber haben Kreisler als «eleganten Caféhausgeiger» taxiert und meinten das abschätzig. An dieser abwertenden Beurteilung ist Kreisler nicht ganz unschuldig, hat er sich doch für damalige Zeiten ziemlich unbekümmert in die Arena des Populismus begeben und den Graben zwischen einer gefällig tändelnden Musik und der von den Puristen streng bewachten Ernsten Musik stets elegant übersprungen.
Wie sich die zwei Seelen in der Brust des Geigenvirtuosen Fritz Kreisler zusammenfanden, hat man nie aus erster Hand erfahren. Umso kompetenter hat Hermann Hesse über diesen musikalischen Spagat nachgedacht und seine zwiespältigen Eindrücke über das Phänomen Kreisler in seiner Erzählung «Virtuosen-Konzert» festgehalten.
Zahllose Musikliebhaber auf der ganzen Welt haben stets in überschwänglichen Tönen der Bewunderung von Fritz Kreisler gesprochen. «König der Geiger» nannten sie ihn. Andere aber haben Kreisler als «eleganten Caféhausgeiger» taxiert und meinten das abschätzig. An dieser abwertenden Beurteilung ist Kreisler nicht ganz unschuldig, hat er sich doch für damalige Zeiten ziemlich unbekümmert in die Arena des Populismus begeben und den Graben zwischen einer gefällig tändelnden Musik und der von den Puristen streng bewachten Ernsten Musik stets elegant übersprungen.
Wie sich die zwei Seelen in der Brust des Geigenvirtuosen Fritz Kreisler zusammenfanden, hat man nie aus erster Hand erfahren. Umso kompetenter hat Hermann Hesse über diesen musikalischen Spagat nachgedacht und seine zwiespältigen Eindrücke über das Phänomen Kreisler in seiner Erzählung «Virtuosen-Konzert» festgehalten.