03.03.2026 10:00 - 20:00
Kunst Museum Winterthur - Beim Stadthaus, Museumstrasse 52, 8400 Winterthur
CHF 18.00
reduziert CHF 15.00
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Jack Goldstein (1945–2003), in Montreal geboren und Absolvent des California Institute of the Arts, wurde zu einer Schlüsselfigur der «Pictures Generation», jener Künstlerbewegung, die sich von traditionellen Kunstformen abwandte und sich Bilder aus Werbung, Fernsehen und Populärkultur aneignete.
Sein Werk ist geprägt von radikaler Reduktion, technischer Brillanz und konzeptueller Schärfe. Zu Beginn seiner Karriere schuf er postminimalistische Skulpturen und Performances. In den 1970er Jahren entstanden experimentelle 16-mm-Filme wieThe Jump(1978), in dem ein Turmspringer aus Leni RiefenstahlsOlympiains Leere zu springen scheint – ein Sinnbild für Goldsteins eigenes Ringen mit Präsenz und Auslöschung. Auch andere Videos wieShane(1973) undMetro-Goldwyn-Mayer(1975) setzen sich mit der Macht von Filmbildern auseinander.
Zur selben Zeit wandte sich Goldstein Soundarbeiten zu und produzierte die SchallplattenreiheA Suite of Nine 7-inch Records(1976), in den Geräuschkulissen aus Spielfilmen zu Klangkunstwerken montiert wurden. Ab 1980 entstanden dann die bedeutenden grossformatigen, fotorealistischen Gemälde von Naturspektakeln, Kriegsszenerien und Technikbildern. Dabei handelte es sich um Illustrationen aus Zeitschriften und Magazinen, die seine Assistenten nach seinen Vorgaben auszuführen hatten. Für ihn galt es, maximale Distanz zum Werk einzunehmen und die persönliche Handschrift so minimal wie möglich zu halten.
Ob Skulptur, Film, Sound oder Malerei – Goldsteins Kunst kreist um Vergänglichkeit, Unsichtbarkeit und die Mechanismen medialer Reproduktion. Raffiniert balanciert sie zwischen Spektakel und Leere. Sein Suizid im Jahr 2003 markierte das Ende eines Lebenswerks, das grossen Einfluss auf jüngere Kunstschaffende ausübte – in der Schweiz indes weitgehend unbeachtet blieb. Gemeinsam mit dem MAMCO Genf (Musée d’Art Moderne et Contemporain), privaten Leihgebern und dank einer Dauerleihgabe der Jochen Kienzle Foundation kann das Kunst Museum Winterthur erstmals eine repräsentative Auswahl von Gemälden, Filmen und Schallplatten präsentieren.
Kuratiert von Lynn Kost
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Jack Goldstein
Sein Werk ist geprägt von radikaler Reduktion, technischer Brillanz und konzeptueller Schärfe. Zu Beginn seiner Karriere schuf er postminimalistische Skulpturen und Performances. In den 1970er Jahren entstanden experimentelle 16-mm-Filme wieThe Jump(1978), in dem ein Turmspringer aus Leni RiefenstahlsOlympiains Leere zu springen scheint – ein Sinnbild für Goldsteins eigenes Ringen mit Präsenz und Auslöschung. Auch andere Videos wieShane(1973) undMetro-Goldwyn-Mayer(1975) setzen sich mit der Macht von Filmbildern auseinander.
Zur selben Zeit wandte sich Goldstein Soundarbeiten zu und produzierte die SchallplattenreiheA Suite of Nine 7-inch Records(1976), in den Geräuschkulissen aus Spielfilmen zu Klangkunstwerken montiert wurden. Ab 1980 entstanden dann die bedeutenden grossformatigen, fotorealistischen Gemälde von Naturspektakeln, Kriegsszenerien und Technikbildern. Dabei handelte es sich um Illustrationen aus Zeitschriften und Magazinen, die seine Assistenten nach seinen Vorgaben auszuführen hatten. Für ihn galt es, maximale Distanz zum Werk einzunehmen und die persönliche Handschrift so minimal wie möglich zu halten.
Ob Skulptur, Film, Sound oder Malerei – Goldsteins Kunst kreist um Vergänglichkeit, Unsichtbarkeit und die Mechanismen medialer Reproduktion. Raffiniert balanciert sie zwischen Spektakel und Leere. Sein Suizid im Jahr 2003 markierte das Ende eines Lebenswerks, das grossen Einfluss auf jüngere Kunstschaffende ausübte – in der Schweiz indes weitgehend unbeachtet blieb. Gemeinsam mit dem MAMCO Genf (Musée d’Art Moderne et Contemporain), privaten Leihgebern und dank einer Dauerleihgabe der Jochen Kienzle Foundation kann das Kunst Museum Winterthur erstmals eine repräsentative Auswahl von Gemälden, Filmen und Schallplatten präsentieren.
Kuratiert von Lynn Kost
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Jack Goldstein