# Bühne # Dies & Das

Nachwuchsplattform - TANKSTELLE BÜHNE

Theater im Burgbachkeller, St.-Oswalds-Gasse 3, 6300 Zug
CHF 35.00 / 20.00 / 15.00
Hier zeigt sich, was entsteht, wenn junge Künstler*innen mit Mut und eigener Handschrift die Bühne erobern. Frische Stimmen, neue Sprachen, überraschende Perspektiven.
Die Tankstelle Bühne ist eine Zentralschweizer Förderplattform für junge Künstler*innen, die am Anfang ihres Schaffens stehen. Seit 2013 bietet sie Raum, Begleitung und Austausch für neue Stimmen aus Theater, Musiktheater, Tanz und Performance. Drei von einer Fachjury ausgewählte Projekte werden jährlich mit Coaching, Technik, Produktionsbeitrag und fachlicher Beratung professionell unterstützt.

Ziel ist es, künstlerische Handschriften zu fördern, Experimente zu ermöglichen und neue Arbeitsweisen sichtbar zu machen. Die entstehenden Kurzstücke werden an verschiedenen Spielstätten in Luzern, Zug und Stans gezeigt, als Momentaufnahme dessen, was junger Bühnenkunst heute Form gibt. So wird die Tankstelle Bühne zum Sprungbrett und Einstieg ins Berufsfeld und zu einem Ort, an dem sich die Zukunft des Theaters erprobt.

PROJEKTE 2026

Company: Third Shore
Nina Ritter & Zhiyelun Qi
FERNE NÄHE

«Ferne Nähe» ist ein 20-minütiges Duett, choreografiert und getanzt von Zhiyelun Qi gemeinsam mit seiner Co-Creative Nina Ritter. Das Stück untersucht, wie transkulturelle Prägungen und deren Mehrwert durch Tanz sichtbar gemacht werden können. Leise, häufig unsichtbare Prozesse und Erfahrungen werden körperlich und emotional erlebbar und als identitätsstiftende Prozesse erfahrbar. «Ferne Nähe» schafft Raum für Reflexion, Perspektivenwechsel und Dialog im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Tiziana Greco und Ramon Juchli
Yulaec

Das Trend-Produkt yulaec ist der letzte Schrei. Auf dem Pausenplatz, in den Sozialen Medien, selbst das Feuilleton und die Tagesschau kommen nicht mehr drum herum. Frisch von den Förderbändern einer Fabrik, irgendwo in Ostasien, gelangt es bis in die Regale der Zentralschweiz, wo Teenager und ihre Grosseltern gleichermassen zugreifen.

Der Hype ist real. Und was passiert, wenn er es nicht (mehr) ist?

Eine audiovisuellePerformance.

Elisa Bruder, Sophie Oetinger, Mila Lyutskanova, Pearlie Frisch und Rahel Weber
Fermentierte Welten – Ökologie der Reifung

Fermentation ist nicht nur eine uralte Kulturpraktik, sondern ein biologisch-lebendiger Prozess. So wird beispielsweise Milch durch mikroskopische Organismen in Käse umgewandelt. Flüssiges wird feste Form. Rohstoff wird Nahrung. Gegenwart bedingt Geduld. Das Projekt versteht Fermentation als ästhetische und politische Geste der Entschleunigung. Unserer Zeit, die von Beschleunigung, Kontrolle und Effizienz bestimmt ist, setzt das Kollektiv die Logik des Werdens entgegen, nämlich die Herstellung von Käse. Ein Prozess, der sich nicht vollständig steuern lässt, der auf Kooperation mit unsichtbaren Akteuren angewiesen ist und der vor allem Zeit braucht. Körperliche Gesten wie das Kneten, Pressen, Schneiden, Rühren werden zur Choreografie. Käse ist die Identifikationsmetapher der Schweiz. Mit viel Selbstironie betrachtet das Kollektiv den Nationalmythos und fermentiert sich gleich selbst.

Kontakt

Theater im Burgbachkeller

St.-Oswalds-Gasse 3

6300 Zug

CH