# Questo e quello

FREMDGESTEUERT? WIE KI UNSERE FÄHIGKEIT ZUM DENKEN UND UNSERE URTEILSKRAFT

03.03.2026 19:30
Mediathek Wallis, Grünwaldsaal, Schlossstrasse 30, 3900 Brig
Freier Eintritt
Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig: Sie kuratiert unser Wissen und trifft

zunehmend Entscheidungen für uns. Doch abseits der technologischen Euphorie –
Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig: Sie kuratiert unser Wissen und trifft

zunehmend Entscheidungen für uns. Doch abseits der technologischen Euphorie –

von GPT bis zu autonomen Agenten – wirft dieser Vortrag einen Blick auf die

Schaenseiten.

Wie entstehen neue Filterblasen, die unsere Wahrnehmung der Realität

zerspliern? Und warum vertrauen wir KI-Empfehlungen oft mehr als unserem

eigenen Verstand? Wir untersuchen die psychologischen Fallen (wie den Automation

Bias), die uns laut Yuval Noah Harari zu «hackable animals» machen.

Mit Hannah Arendt analysieren wir den drohenden Verlust des öffentlichen Raums,

während Foucault uns fragt, wer eigentlich die neuen «Wahrheitsregime»

kontrolliert. Mit Nietzsche warnen wir dabei vor der Abgabe unserer Urteilskraft an

Algorithmen, und Systemtheoretiker wie Watzlawick zeigen: Wir bedienen diese

Systeme nicht nur, sie formen uns auch zurück. Ein Vortrag über Technologie,

Philosophie und die dringende Notwendigkeit, unser eigenständiges Denken zu

verteidigen.

Tobias Häberlein ist Professor für generative künstliche Intelligenz; er leitet das

Departement Informatik und den Studiengangs BSc Visual Computing and Game

Engineering an der Fernfachhochschule Schweiz. Häberlein studierte Informatik an

der Universität Ulm, wo er 2004 promovierte. Von 2006 bis 2022 war er

Professor für Informatik an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, wo er auch als

Prorektor für Lehre sowie für wissenschaftliche Weiterbildung tätig war.