04.10.2026 11:00 - 18:00
Fondation Jan Michalski, Chemin de Bois Désert 10, 1147 Montricher
Unter dem rätselhaften Titel „Das in Saragossa gefundene Manuskript“ entsteht ein Roman,
Dessen Schicksal ebenso turbulent wie legendär ist. Das zwischen 1794 und 1815 auf Französisch verfasste entstand dieses monumentale Werk von Jean Potocki (1761–1815) in Episoden und wurde von seinem Autor – einem außergewöhnlichen polnischen Grafen, Gelehrten, Reisenden, Historiker und Wissenschaftler – unzählige Male überarbeitet, bevor verschiedene Verleger den Text aufgriffen und Teilversionen, verstümmelte oder ungetreue Fassungen veröffentlichten. Erst zwei Jahrhunderte später wurde durch sorgfältige Forschungsarbeit die Existenz zweier authentischer Fassungen nachgewiesen, nämlich die von 1804 und 1810, die schließlich 2006 bei Peeters und zwei Jahre später bei Garnier-Flammarion veröffentlicht wurden.
In Tage unterteilt und in Dekamerons gegliedert, tauchen die Initiationsabenteuer des jungen Alphonse van Worden in der Sierra Morena in das Herz einer schwindelerregenden Erzählkonstruktion ein. In einer Verschachtelung von ineinander greifenden Erzählungen werden dabei die unterschiedlichsten Traditionen herangezogen: von der Dämonologie bis zum Fantastischen, von der Bibel bis zu esoterischen Quellen, von Enzyklopädien, Lehren und Abhandlungen bis hin zu libertinen Erzählungen. Dieses Kaleidoskop erzählt im Verlauf der Reifung des Helden sowohl vom Bestreben, jegliches Wissen zu erfassen, als auch von der Zerbrechlichkeit von Gewissheiten, wenn sie mit der Erfahrung von Vielfalt und Andersartigkeit konfrontiert werden.
Die Ausstellung vereint eine bisher unveröffentlichte Sammlung von Archivdokumenten und Werken und zeichnet die wechselvolle Geschichte des „In Saragossa gefundenen Manuskripts“ nach, das zu einem Meisterwerk der Weltliteratur geworden ist. An der Schnittstelle zwischen „Tausendundeiner Nacht“, Laurence Sternes „Tristram Shandy“, Cervantes’ „Don Quijote“ und M. G. Lewis’ „Der Mönch“ spricht dieser Roman-Kosmos mit überraschender Aktualität an: Angesichts der Fülle an Erzählungen, angesichts von Systemen und Doktrinen – wie kann man ein freies Subjekt werden, das begreifen und entscheiden kann?
Eintritt:
CHF 8.–: Vollpreis
CHF 5.–: Rentner\*innen, Arbeitslose, IV-Bezieher\*innen, Gruppen ab zehn Personen über 25 Jahren
Kostenlos: unter 25 Jahren, Einwohner\*innen von Montricher, Bibliotheksmitglieder, Inhaber\*innen des „Passeport Musées Suisses“ sowie an jedem ersten Sonntag im Monat
In Tage unterteilt und in Dekamerons gegliedert, tauchen die Initiationsabenteuer des jungen Alphonse van Worden in der Sierra Morena in das Herz einer schwindelerregenden Erzählkonstruktion ein. In einer Verschachtelung von ineinander greifenden Erzählungen werden dabei die unterschiedlichsten Traditionen herangezogen: von der Dämonologie bis zum Fantastischen, von der Bibel bis zu esoterischen Quellen, von Enzyklopädien, Lehren und Abhandlungen bis hin zu libertinen Erzählungen. Dieses Kaleidoskop erzählt im Verlauf der Reifung des Helden sowohl vom Bestreben, jegliches Wissen zu erfassen, als auch von der Zerbrechlichkeit von Gewissheiten, wenn sie mit der Erfahrung von Vielfalt und Andersartigkeit konfrontiert werden.
Die Ausstellung vereint eine bisher unveröffentlichte Sammlung von Archivdokumenten und Werken und zeichnet die wechselvolle Geschichte des „In Saragossa gefundenen Manuskripts“ nach, das zu einem Meisterwerk der Weltliteratur geworden ist. An der Schnittstelle zwischen „Tausendundeiner Nacht“, Laurence Sternes „Tristram Shandy“, Cervantes’ „Don Quijote“ und M. G. Lewis’ „Der Mönch“ spricht dieser Roman-Kosmos mit überraschender Aktualität an: Angesichts der Fülle an Erzählungen, angesichts von Systemen und Doktrinen – wie kann man ein freies Subjekt werden, das begreifen und entscheiden kann?
Eintritt:
CHF 8.–: Vollpreis
CHF 5.–: Rentner\*innen, Arbeitslose, IV-Bezieher\*innen, Gruppen ab zehn Personen über 25 Jahren
Kostenlos: unter 25 Jahren, Einwohner\*innen von Montricher, Bibliotheksmitglieder, Inhaber\*innen des „Passeport Musées Suisses“ sowie an jedem ersten Sonntag im Monat
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Fondation Jan Michalski
En Bois Désert 10
1147 Montricher
CH