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Einfache Anfrage: Lebensretter in Reichweite – Wie gut ist die Stadt St.Gallen mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren versorgt?

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jederzeit und überall eintreten. In einem solchen Notfall zählt jede Minute. Neben einer sofort eingeleiteten Herzdruckmassage kann insbesondere der rasche Einsatz eines automatischen externen Defibrillators (AED) entscheidend dazu beitragen, Menschenleben zu retten. 

Der Kanton St.Gallen hat in den vergangenen Jahren den Ausbau öffentlich zugänglicher Defibrillatoren sowie das First-Responder-System konsequent vorangetrieben. Dieses Engagement verdient Anerkennung. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie gut die Bevölkerung innerhalb der Stadt St.Gallen tatsächlich mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren versorgt ist und ob deren Standorte im Ernstfall bekannt, rasch auffindbar und jederzeit zugänglich sind. 

Eine fundierte Bestandesaufnahme schafft Transparenz, ermöglicht die Erkennung allfälliger Versorgungslücken und bildet eine wichtige Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung der Notfallinfrastruktur. 

Vor diesem Hintergrund bitte ich den Stadtrat um die Beantwortung der folgenden Fragen: 

Verfügt die Stadt St.Gallen über eine vollständige und aktuelle Übersicht sämtlicher öffentlich zugänglicher Defibrillatoren auf Stadtgebiet – unabhängig davon, ob diese durch die Stadt, den Kanton oder private Institutionen betrieben werden? Wie viele dieser Geräte sind rund um die Uhr (24 Stunden / 365 Tage) öffentlich zugänglich? 

Hat der Stadtrat die räumliche Versorgung der Bevölkerung mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren bereits analysiert? Falls ja, welche Erkenntnisse liegen hinsichtlich möglicher Versorgungslücken oder Optimierungspotenziale in einzelnen Quartieren oder an stark frequentierten öffentlichen Orten vor? 

Wie stellt die Stadt sicher, dass öffentlich zugängliche Defibrillatoren vollständig erfasst, deren Standorte aktuell gehalten und diese sowohl für Einsatzorganisationen als auch für die Bevölkerung zuverlässig auffindbar sind? Ist vorgesehen, eine professionelle und regelmässig aktualisierte Gesamtübersicht beziehungsweise Kartierung aller öffentlich zugänglichen Defibrillatoren auf Stadtgebiet zu führen? 

Nach welchen Kriterien entscheidet die Stadt über die Anschaffung neuer Defibrillatoren beziehungsweise über deren Standortwahl? Werden dabei unter anderem Bevölkerungsdichte, stark frequentierte öffentliche Anlagen, Sportstätten, Alterszentren sowie Erkenntnisse aus Rettungseinsätzen berücksichtigt? 

Sieht der Stadtrat Handlungsbedarf, die Bevölkerung künftig noch gezielter über Standorte öffentlich zugänglicher Defibrillatoren sowie deren richtige Anwendung zu informieren und die bestehende Infrastruktur – wo notwendig – weiterzuentwickeln? 

Ich danke dem Stadtrat für die Beantwortung der Fragen sowie für seinen Einsatz zugunsten einer sicheren und lebenswerten Stadt St.Gallen.